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Workshop mit Serge Clemènce:
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| Was erwartet man von einem Workshop mit einem so bekannten
Gestalter? Zunächst einmal, denke ich, einen guten Baum und natürlich einen
Zugewinn an Wissen über Techniken der Bonsaigestaltung mit einem botanischen
Aspekt, um der Pflanze nicht zu schaden und auch ein langzeitiges Gedeihen zu
ermöglichen. Aber was glaube ich das Wichtigste an einem solchen
Wochenende sein sollte, ist eine Horizonterweiterung im Bereich Gestaltung, um
so auch dem Teilnehmer den Weg zu eigenen Gestaltungen zu ebnen.
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Der Workshop, der am 12.Oktober im
Bonsai-Garten-Schifferstadt mit dem großen Bonsaimeister aus der Schweiz
veranstaltet wurde, war gerade vom Aspekt der Gestaltung her gesehen ein
Feuerwerk an neuen Inspirationen, wobei aber auch die anderen genannten
Erwartungen weit übertroffen wurden. Als Meister würde sich dieser
bescheidene und umgängliche Mensch zwar nie bezeichnen, doch jeder war
schnell von seinem Können überzeugt. |
| Die Veranstaltung begann mit einer Demonstration, wobei hier aber
nicht vom gewöhnlichen Ablauf einer solchen ausgegangen werden darf.
Serge gestaltete zwar auch einen Baum, an
dessen Entwicklung jeder Teilnehmer fasziniert teilnahm und dessen
Endergebnis eine Symbiose aus Extravaganz und Harmonie darstellt, doch
den Hauptteil der Zeit nahmen gestalterische Überlegungen ein. |
| Wer nun glaubt es handele sich dabei um einen Vortrag
des Gestalters, der liegt genauso daneben, wie vielleicht mancher
Teilnehmer zu Beginn des Tages, denn jeder Teilnehmer half hier zur
Gewinnung von Gestaltungsideen bei. Mit einem Blatt Papier und einem
Stift brachte so jeder seine Überlegungen mit ein und auch Schablonen
und eine Tafel halfen den Gedanken auf die Sprünge. Gleichzeitig
grenzte seine lockere und ungezwungene Art diesen Workshop vom autoritären Stil gewöhnlicher Workshops ab. |

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Die Praxis und Technik konnte und wurde dann am nächsten
Tag von jedem Teilnehmer geübt, doch auch dies stellte sich nur noch
als eine relativ kleine Hürde dar. Das Material stammte vorwiegend aus
der Heimat des Gestalters und war von diesem selbst ausgegraben worden.
Zunächst wurde jeder Baum mit Hilfe von Zeichnungen und Erklärungen
der Teilnehmer besprochen, so konnte jeder Teilnehmer nicht nur an
seinem Baum, sondern auch an den anderen mitgestalten helfen. Im
Anschluss wurde gebürstet, gebastet und gedrahtet usw. Die Gestaltung
der Bäume war nun für jeden Teilnehmer ein einzigartiges und
unvergessliches Erlebnis, doch auch die anderen konnten nun ihre eigenen
Gedanken in den Bäumen wieder finden. |
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Am Schluss war jeder Teilnehmer von den neu gewonnenen
Erkenntnissen und Sichtweisen angeregt und voller Tatendrang diese an eigenen
Gestaltungen zu verwirklichen.
Text: Martin Sturm
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